Ken + Julia Yotani

Die Installationen der beiden setzen sich mit dem Menschen, der Natur und seiner Umwelt auseinander. Sie bieten niedrigschwelligen Zugang und sprechen alle Sinne an. Seit 2010 arbeiten sie mit Salz und haben eine Technik entwickelt, mit der sie Abgüsse herstellen können.

Das Salz stammt aus dem Murray-Darling-Becken, was auch Australiens “Food-bowl” genannt wird, denn es ist die größte fruchtbare Region des Kontinents. Es werden dort jährlich 550.000 Tonnen Salz aus dem Grundwasser gepumpt.

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Die erste Salzarbeit hieß demnach auch Still Life: The Food Bowl und bezieht sich auf die Stilleben des 18. und 19. Jhd. Die Themen Konsum, Genuss, Luxus, Eitelkeit und Sterblichkeit werden aufgegriffen, in Salz erstarrt.

Aber auch die Folgen einer rücksichtslosen, nicht nachhaltiger Agrarwirtschaft werden thematisiert.

Grape Chandelier (2011) und Last Supper von 2014 beziehen sich ebenfalls auf diese Thematik.

 

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Die überdimensionale, begehbare und interaktive Installation mit dem ironischer Titel The Last Suppermarket war  für die Melbourne Art Fair 2014 konzipiert. Ein voll funktionsfähiger Supermarkt, in dem alle Produkte aus Salz nachgebildet waren. Die Besucher konnten mit Einkaufswagen durch den Supermarkt flanieren und diese Produkte kaufen (Preise per Kilo oder per Stück) An der Kasse wurden die Teile gewogen und eingepackt. Im Verlauf der Messe leerten sich die Regale.

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“The Last Suppermarket positions itself as the opposite of the traditionally minimalist art fair stand. The white products are both beautiful and disconcerting, their salty texture at once earthly and ethereal, while the entire stall, designed in pure white, evokes a sense of nostalgia as a well as a sense of futuristic unease.”

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Der deutsche Text ist meine rudimentäre Übersetzung der Texte auf www.kenandjuliayonetani.com/

 

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