geschmolzenes Eis

Die Fotos von angeschmolzenem Eis am Stil von Michael Massaia drehen Jonathan Jones vom Guardian den Magen um.

Ich kann das überhaupt nicht nachvollziehen. Mal abgesehen davon, dass ich in den Fotos rein gar nichts ekeliges finden kann – du liebe Güte, es ist geschmolzene Eiskreme! – kann ich auch Jones Ansatz, abgebildetes Essen sollte ansehnlich und appetitanregend aussehen, überhaupt nicht verstehen. Soll Kunst gefallen? Zum Konsum oder Genuss anregen? Seltsamer Standpunkt. Oder versteckt sich in dem Text eine ironische Note, die sich mir nicht erschließt?

Ich dachte beim Lesen sofort an die hochästhtischen Fotos von Klaus Pichler, der verrottete Lebensmittel fotografiert hat, als Mahnung an die enorme weltweite Verschwendung von Lebensmitteln. Das kann man ekelig finden, obschon die Fotos eine geradezu hypnotische Anziehungskraft haben. Faszination des Schrecklichen.

Wie schmecken Farben?

Kurzmitteilung

Jeni – Eiskremspezialist aus Columbus/Ohio –  ist der alten Frage auf den Grund gegangen. Inspiriert durch den Besuch einer Matisse-Ausstellung mit seinen farbenfrohen Papiercollgagen, wurde eine Kollektion Eissorten entwicklt, die Namen wie Ultramarinblau, Cadmium Gelb, oder  Persisch Orange haben.

Ganz wunderbar sind auch die Beschreibungen:

“There aren’t many blue foods in the natural world. Can you think of any?
Blueberries? Sort of. They’re almost a black-blue hue. What other blue
foods come to mind? Most foods we associate with blue are candies made
with dyes. Or they are “blue” scents created for the fragrance world
when perfumers want to evoke the sea or the sky. Making an edible
true-blue flavor is challenging! But blue is an unbelievably affable
color, don’t you think? What aromas, flavors, and emotions come to mind
when you see the color blue?“