Notes on Creativity – Ferran Adrià

Ferran Adrià - Notes on Creativity

Ferran Adrià ist der Koch  mit dem Bleistift und Notizbuch. (Sein liebstes Werkzeug, nach eigener Aussage) Statt Rezepte aufzuschreiben, zeichnet und scribbelt er sie. Er skizzierte ein Gericht, bevor er überhaupt weiß, was die einzelnen Bestandteile sein sollten.

Adrià erklärt, dass er mehr ein theoretischer, als ein praktischer Koch sei und dass ihm das Zeichnen ein Vokabular für die Küche zur Verfügung stellt, dass kochen seine Sprache ist.

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Alles Käse? Eh Wurscht! | BR.de

So ein Käse!”, “Jemanden durch den Kakao ziehen”, “Erste Sahne”, “Es ist zum Kotzen”: Idiomatische Redewendungen, die jeder tagtäglich im Mund führt und sich je nach Gemütslage auf der Zunge zergehen lässt. “Essen, als ob es nichts mit der Sprache zu tun hat, die man ständig im Mund führt”, sagt Daniele Dell’Agli. In seinem Essay “Alles Käse? Eh Wurscht! – Zur gastrosophischen Idiomatik des Deutschen” hat der in Rom geborene Schriftsteller und Übersetzer eine beachtliche Fülle von despektierlichen Lebensmittemetaphern gesammelt, die “eine typisch deutsche Haltung zum Essen” verdeutlichen.

Leider ist der Beitrag beim Bayrischen Rundfunk nicht mehr verfügbar.

Laut Dell’Agli sind über 90 Prozent unserer idiomatischen Ausdrücke, die aufs Essen Bezug nehmen, negativ konnotiert. Das gibt zu denken … „Wir leben nicht, um zu essen, wir essen, um zu leben“, lautete die Sentenz von Sokrates. Weise Worte.

„Kann es ein… phantasieloseres Wort für das erste, und für Deutsche angeblich wichtigste Mahl des Tages geben? Ein frühes Stück? Wovon? Holz? Pappe? Leder?“

(Daniele Dell’Aglis Kommentar zum Begriff Frühstück)

 

Den Essay kann man auf seiner Website in voller Gänze nachlesen.