Daily Menue

Lustige Idee von Kahla: Für jedes Gericht einen eigenen, passenden Teller zu gestalten. Es gibt 7 Teller aka Gerichte zur Auswahl. Aber was ist, wenn die Woche rum ist?

Die Info von Kahla zu dem Projekt:

“In everyday life, the dishes that make up and define our basic
food are often a little archetypal: ham / macaroni, chicken / fries,
chop / peas, breaded fish / rice.
“Daily Menu” is a collection of biomorphic plates that plays
with these clichés and accompanies us throughout the week. These plates
function as recipe cards to suggest meal ideas when lack of inspiration
strikes. Each day has its plate and each dish his plate!“

Dangerous Minds spottet darüber und meine innere Hausfrau fragt sich, wie lange man wohl braucht, um die wieder richtig sauber zu kriegen.

Die Präsentation bei der verantwortlichen Agentur 5c5 ist sehr schön, aber insgesamt hat sich das Projekt von 2010 wohl nicht durchgesetzt.

Haptik, Mundgefühl und Werkzeug

Welche enorme Rolle Form, Farbe, Textur und Haptik beim Essen spielen, konnte man neulich hier nachlesen.

Aber auch das Esswerkzeug, sprich Besteck, spielt dabei ein große Rolle, wie Martin Kullik in einem sehr erhellenden Interview in der taz erläutert. Martin Kullik hat zusammen mit Jouw Wijnsma das Projekt Steinbeisser, das sich mit Esskultur beschäftigt.

Steinbeissers experimentelle Gastronomie findet vom 2. bis 5. Juli erstmalig in Berlin statt. Dort wird es ein veganes 5-Gänge-Menü geben, dass mit sehr speziellen Essgeräten des estnischen Eisenschmieds Nils Hint eingenommen wird.

 

Geschenk statt “Doggy Bag”

Neue Verpackung gegen die Verschwendung in Restaurants:

KISD-Studentin Anne Poggenpohl hat die Take-Away-Verpackung “C’était
Bien Bon” für kostbare Essensreste entworfen.

Schätzungen zufolge bleiben in Frankreich bei jedem Restaurantbesuch zwischen 210 und 230 Gramm Essen übrig, das sind mehr als 20 Kilogramm pro Jahr pro Franzose“, sagt Poggenpohl. Es sei geradezu verpönt, das nicht verzehrte Gericht mit nach Hause zu nehmen.

Der Bien Bon funktioniert einfach und intuitiv: Mit einer Handbewegung wird die Verpackung aufgestellt und die Essensreste können eingefüllt werden. Ein Aufkleber mit Platz für persönliche und individuelle Hinweise zum Aufwärmen oder erneuten Kochen verschließt die Verpackung. Zuhause faltet sich die rechteckige Box zu einem Oktaeder auf, so dass der Inhalt leicht auf Teller und Pfanne oder in einen Topf gleiten kann. Flachgefaltet ist die Restebox ungefähr so groß wie eine Din A4-Seite, nur einen Millimeter dick und lässt sich deshalb kostengünstig lagern und transportieren. Die Box gibt es in zwei Varianten: eine für Pizza und eine für sonstige Speisen.

 

Mehr zum Projekt bei th-koeln.de  ->

 

Alles Käse? Eh Wurscht! | BR.de

So ein Käse!”, “Jemanden durch den Kakao ziehen”, “Erste Sahne”, “Es ist zum Kotzen”: Idiomatische Redewendungen, die jeder tagtäglich im Mund führt und sich je nach Gemütslage auf der Zunge zergehen lässt. “Essen, als ob es nichts mit der Sprache zu tun hat, die man ständig im Mund führt”, sagt Daniele Dell’Agli. In seinem Essay “Alles Käse? Eh Wurscht! – Zur gastrosophischen Idiomatik des Deutschen” hat der in Rom geborene Schriftsteller und Übersetzer eine beachtliche Fülle von despektierlichen Lebensmittemetaphern gesammelt, die “eine typisch deutsche Haltung zum Essen” verdeutlichen.

Leider ist der Beitrag beim Bayrischen Rundfunk nicht mehr verfügbar.

Laut Dell’Agli sind über 90 Prozent unserer idiomatischen Ausdrücke, die aufs Essen Bezug nehmen, negativ konnotiert. Das gibt zu denken … „Wir leben nicht, um zu essen, wir essen, um zu leben“, lautete die Sentenz von Sokrates. Weise Worte.

„Kann es ein… phantasieloseres Wort für das erste, und für Deutsche angeblich wichtigste Mahl des Tages geben? Ein frühes Stück? Wovon? Holz? Pappe? Leder?“

(Daniele Dell’Aglis Kommentar zum Begriff Frühstück)

 

Den Essay kann man auf seiner Website in voller Gänze nachlesen.