forcups von Birgitte Boesgaard

Birgitte Boesgaard hat bildende Kunst und Modedesignerin studiert. Sie arbeitet mit Textilien und Keramik, erstellt Skulpturen, Objekte und Schmuck.

Hier möchte ich ihre forcups vorstellen. Kleine Büsten – sind es Portraits? – die in Untertassen, Tassen oder Backförmchen leben und ganz keck Tassen, Deckel von Kaffeekannen oder Milchkännchen als Hüte tragen. Der Kerzenständer scheint die Dame mit der ausladenden Frisur zu erdrücken, während das Sake-Tässchen dem Herrn ganz pfiffig zu Gesichte steht. Die Dame in der Zahnstocherdose fühlt sich wohl etwas beengt und der Herr im grünen Hemd fühlt sich mit dem Kaffeetassen-Hut erhaben.

Birgitte Boesgaard - forcups Birgitte Boesgaard - forcups

Wunderbar, wie Geschirr so zu Modeaccessoires wird und den kleinen Persönlichkeiten ein zusätzliches Attribut verleiht. Kleider machen Leute – Geschirr offensichtlich auch.

 

Fantastisch: Atomteller

“Wandteller stehen für Heimat, Idylle, Nostalgie, für Windmühlen in Delfter Blau. Was Windmühlen früher waren, sind Atomkraftwerke heute: Energiebauwerke. Ihre ikonenhaften Silhouetten prägen die Landschaft und damit unser Heimatbild. Als Kathedralen einer technologischen Weltanschauung versprachen sie Unabhängigkeit und unendliches Wachstum. Sie sind Zeugnis ihrer Epoche, Relikte des Fortschritts und Zeichen einer Zeitenwende. Die Tage der Windmühlen sind längst vergangen und nun neigt sich die Dämmerung über die Ära der deutschen Atomkraft. Höchste Zeit also, Atomkraftwerke als das zu zeigen, was sie sind:
Denkmäler des Irrtums – Hoffnung von Gestern – Folklore von Morgen”

www.atomteller.de ->

Kintsugi

Kintsugi ist eine alte traditionelle japanische Methode, zerbrochenes Porzellan mit Gold zu reparieren, um die Fehlerhaftigkeit wertzuschätzen.

Yeesookyung ist eine koreanische Künstlerin, die Porzellanbruch von Reproduktionen traditioneller koreanischen Keramik zu wunderschönen dekonstruktivistischen Skulpturen zusammenfügt und die Fugen mit 24-karätigem Gold bedeckt.

 

Restaurant sketch

Das sketch in London ist vermutlich das schrägste und aussergewöhnlichste “Restaurant” von dem ich je gehört habe. Ein Ort für Essen, Kunst und Musik, in dem man wie in eine Phantasiewelt eintauchen kann.
Zur Zeit wird die Galerie mit 239 Zeichnungen von David Shrigley bespielt und er hat auch eine bezaubernde Porzellanserie gestaltet.

David Shrigley at sketch from sketch. (Vimeo)