Schokolade, Bonbons, Lutscher, Pudding, Torten – man kann es sich kaum vorstellen, dass Süßigkeiten nicht immer schon permanent zur Verfügung standen. Als ich von der Ausstellung hörte stutzte ich auch kurz: Moment, kein Zucker, wie süßt man denn da?
Eine Ausstellung im Clemens-Sels Museum Neuss zeigt vom 28.7.-13.10.2019 die Geschichte gesüßter Speisen von den Römern bis zur Gegenwart, vom Luxusartikel zur Massenware.
Bevor der Zucker in unsere Gefilde kam, hatte man nämlich nur die Möglichkeit mit Obst und Honig zu süßen. Honig hat man schon in der Steinzeit gesammelt, und in der Jungsteinzeit hat man schon Bienenvölker kultiviert.
Bevor die Römer ins Rheinland kamen gab es hier nur Wildobst, also wilde Beeren, Brombeeren, Himbeeren oder Holzäpfel, die ungekocht nicht genießbar waren.
Die Römer haben vor ca. 2000 Jahren den Obstanbau ins Rheinland gebracht, Früchte, wie Pflaumen, Trauben, Äpfel, Kirschen. Obst wurde zu Gelees eingekocht, die man zum Süßen verwendete. Das waren die Möglichkeiten zum süßen!
