Rückblick Seminarteilnahme: Kochbücher und Zeitgeschichte

Als ich über Regina Frisch auf ihr Seminar “Kochbücher und Zeitgeschichte!?“ aufmerksam wurde, war ich sehr entzückt und habe sofort gebucht. Bei jedem Programmpunkt jubelte ich innerlich. Ganz wie für mich gemacht. Das war mir absolut eine viereinhalbstündige Fahrt nach Lichtenfels-Schney wert.

2016 begegnete mir Regina Frisch im Internet, als sie ein Crowdfunding für ihr Buch “Biografie eines Kochbuchs” startete. Das habe ich natürlich gerne unterstützt. Irgendwann tauchte sie auch auf Instagram auf und letztes Jahr haben wir uns auch mal persönlich kennengelernt. Ich verfolge ihre Kochbuch-Forschungen und finde das super spannend. Nicht nur, dass sie weiterhin die Geschichte des Bayerischen Kochbuchs weiterverfolgt, inzwischen analysiert sie u. a. auch Kriegs- und Kolonialkochbücher.

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Kulturgeschichte erzählt mit einem Kochbuch

Bayerisches Kochbuch - Biografie eines KochbuchsIch habe an der Produktion des Buchs mitgecrowdfunded und bin superhappy, jetzt mein gedrucktes Exemplar in Händen zu halten. Ich habe gerade erst mal nur reingespinkst und ein bisschen geblättert, mich noch nicht vertieft, aber ich finde das Thema so sensationell.

Was kann die Gliederung eines Kochbuchs schon erzählen?
Vieles: Sie verrät Probleme der Anfangsjahre, berichtet von Hunger und Sattheit, von gesellschaftlichen Regeln und Alltagskultur. Über all das gibt die Semantik des Werkes Auskunft. Darum lohnt sich die Frage, wie die Rezepte angeordnet sind.

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Bistro invitro

Das Bistro invitro ist ein spannendes Projekt, das sich mit der Vision von im Labor gezüchtetem Fleisch auseinandersetzt. Besonders daran ist, dass sowohl Köche, als auch Designer und Künstler daran beteiligt sind. Die Diskussion ist nicht wertend und beleuchtet alle Aspekte.

2014 wurde das invitro Cookbook mit futuristischen Rezepten publiziert. Es gab einen Wettbewerb, bei dem Kreative aus aller Welt aufgerufen waren, Rezepte und Produkte zu entwerfen. Das Buch wurde mit dem niederländischen Design Award ausgezeichnet.

Der erste In-vitro-Burger wurde von einem holländischen Forscherteam unter der Leitung von Mark Post zur Verfügung gestellt und am 5. August 2013 bei einer Pressedemonstration in London zubereitet und getestet. Auf Bistro invitro gibt es übrigens eine Anleitung, wie man sich das Fleisch für einen invitro Burger selber züchten kann.

Ein weiterer netter Gimmick: Man kann sich ein Menü zusammenstellen, und bekommt daraufhin eine kulinarische „Typberatung“ – ich bin offensichtlich ein „mindful bon vivant“. Man kann sich einen Platz im Bistro für das Jahr 2028 reservieren lassen und erhält damit eine Chance, ein invitro Kochbuch zu gewinnen.

Die vorgestellten Gerichte und Produkte reichen – zumindest der Abbildung nach – von „tja, warum eigentlich nicht“ bis zu „ach nein danke, mir ist schon schlecht“.

 

Genusskultur ist Kulturgenuss

Die Esskultur gehört zu meinen Lieblingsthemen, denen ich als Kunsthistorikerin nachspüre. Angefangen hat das schon mit meiner Magister-Arbeit zu Kaffeehaus-Szenen. Aber ich schweife ab. Heute möchte ich ein paar meiner Lieblingsbücher zur Genusskultur vorstellen. Ich hoffe: als Inspiration für einen erweiterten Kulturgenuss!

Die Kunsthistorikerin Anke von Heyl stellt in ihrem Blog ein paar Lieblingsbücher zum Thema Genuss und Kultur vor.

Famous Works Of Art Get A Delicious Makeover

PHOTOS: Famous Works Of Art Get A Delicious Makeover

Kuchen und Desserts inspiriert von Kunstwerken im SF MoMA