Passagen 2026 – Gemüse und Esswerkzeuge

Bei den diesjährigen Passagen gab es in der Pattenhalle wieder eine Ecke mit niederländischen Designer*innen, die sich alle mit Dingen rund ums Essen beschäftigen.

House of Thol hatte ich letztes Jahr schon entdeckt und über einige Produkte geschrieben.

Diese Jahr hatten sie noch zusätzlich ein Quartettspiel dabei, das sich mit der lagerung von Obst und Gemüse beschäftigt und viele Informationen zu Anbau, Wasserverbrauch, etc. bereithält.

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Passagen 2025 – House of Thol

Eins meiner Highlights auf den Passagen 2025 waren die Produkte von House of Thol. Die niederländischen  Designer*innen beschäftigen sich mit zukunftsfähigem Design. Zum Beispiel das sehr hübsche Bewässerungssystem für Zimmerpflanzen aus Glas und Ton, die hübsch gestaltete Messingscheibe Helios als Wachstumshilfe für für die Anzucht von Stecklingen, Zwiebeln und Kernen, oder das kleine Set Patella Crescenda , mit dem man Sprossen ziehen kann und das so hübsch ist, dass man es mit auf den gedeckten Tisch stellen kann, um seiner Mahlzeit ein frisches Topping hinzuzufügen.

Patera Magna

Sehr überzeugend fand ich die Patera Magna. Ein Tongefäß mit zwei Etagen, in dem man gleichzeitig alles Obst und Gemüse aufbewahren kann, auch solches, das Ethylen abgibt, was andere Sorten zur schnelleren Reifung bringt. Zudem kann die Schale mit Wasser gefüllt werden und sie kühlt somit sanft durch Verdunstungskühle.

 

Löffelbord im Freilichtmuseum Kommern

Der Löffel ist sicher das älteste Esswerkzeug, gestaltet nach dem Vorbild einer hohlen Hand.

Schon in der Steinzeit schnitzte man sich Esshilfen aus Holz oder Horn und der Holzlöffel war bis zur industriellen Revolution, als man Metalllöffel kostengünstig in großen Mengen herstellen konnte, der Standard. (Mir persönlich verursacht schon alleine die Vorstellung Gänsehaut, ich kann überhaupt kein Holz in den Mund nehmen, auch nichts von einem hölzernen Kochlöffel ablecken. Brrrr.) Also war der Löffel bis dahin ein relativ wertvoller Besitz.

Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Löffeln in unterschiedlichsten Formen und aus vielerlei Materialien. Auch für die verschiedensten Speisen und Getränke gibt es jeweils passende Löffel: Kaffee, Tee, Eier, Suppe, Eis, Dessert, etc. Ich habe mal meine Löffel gezählt, ich besitze sage und schreibe gut 110 Stück.

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Eat Art bei „brutal schön“: Ron From

Ich werde habe bei Vogelsfutter noch ausführlich über die Ausstellung brutal schön im Marta Herford berichtet. Vorab aber schon mal ein Blick auf auf die Eat Art Arbeiten, insbesonder die Israeli Goods“ von Ron From, die mich ganz besonders beeindruckt haben.

Israeli Goods - Ron From

Foto: © Ron From

Israeli Goods sind Schokoladen und Pralinen in edler, aufwendiger Verpackung, naturweiß, mit Leinenoptik und Golddruck. Die häbräischen Zeichen bedeuten “ The Goods from the Land“. Ron hat es mit Israeli Goods übersetzt.

Greater Israel ist eine Tafel Schokolade, mit den Grenzen und einer groben Topografie Israels. Die Beschreibung lautet:
Der Staat Israel befindet sich im mittleren Osten, der sich auf dem Kontinent Asien befindet. Die Grenzen sind: im Westen das Mittelmeer und der Gazastreifen, im Norden der Libann, im Nordosten Syrien, im Osten Jordanien und im Süden Ägypten und das rote Meer. 1967 vergrößerte sich das israelische Territorium um die Golanhöhen, die Westbank und den Gazastreifen. Inzwischen  beanspruchen die Palästinenser die Gebiete der Westbank und des Gazastreifens als eigene Staatsgebiete.
Die Schokolade enthält zerbröselte Waffeln für die spröde Brüchigkeit.

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forcups von Birgitte Boesgaard

Birgitte Boesgaard hat bildende Kunst und Modedesignerin studiert. Sie arbeitet mit Textilien und Keramik, erstellt Skulpturen, Objekte und Schmuck.

Hier möchte ich ihre forcups vorstellen. Kleine Büsten – sind es Portraits? – die in Untertassen, Tassen oder Backförmchen leben und ganz keck Tassen, Deckel von Kaffeekannen oder Milchkännchen als Hüte tragen. Der Kerzenständer scheint die Dame mit der ausladenden Frisur zu erdrücken, während das Sake-Tässchen dem Herrn ganz pfiffig zu Gesichte steht. Die Dame in der Zahnstocherdose fühlt sich wohl etwas beengt und der Herr im grünen Hemd fühlt sich mit dem Kaffeetassen-Hut erhaben.

Birgitte Boesgaard - forcups Birgitte Boesgaard - forcups

Wunderbar, wie Geschirr so zu Modeaccessoires wird und den kleinen Persönlichkeiten ein zusätzliches Attribut verleiht. Kleider machen Leute – Geschirr offensichtlich auch.

 

Besteck „Homemade Schizophrenia“ von Firdaws Fourcroy

Das Besteck „Homemade Schizophrenia“ von Firdaws Fourcroy setzt sich mit dem auseinander, was normal ist und was nicht.

Fourcroy hat lange mit einer Person zusammengearbeitet, die zuerst als manisch-depressiv diagnostiziert war und der dann eine schizoaffektive Störung diagnostiziert wurde.

Zusätzlich zu Symptomen einer affektiven Störung wie Depression oder Manie treten hier Symptome aus dem schizophrenen Formenkreis wie Wahn oder Halluzinationen auf. [Wikipedia]

Fourcroy fand, dass der Fokus bei der Behandlung zu sehr auf dem „abnormalen“ Verhalten der Patientin lag, anstatt auf dem Schmerz, den sie empfand und wo die Ursachen lagen. Es ging nur darum, ihr Verhalten zu „normalisieren“
Das war der Ausgangspunkt zu überlegen, was wir als normal definieren.

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Fantastisch: Atomteller

“Wandteller stehen für Heimat, Idylle, Nostalgie, für Windmühlen in Delfter Blau. Was Windmühlen früher waren, sind Atomkraftwerke heute: Energiebauwerke. Ihre ikonenhaften Silhouetten prägen die Landschaft und damit unser Heimatbild. Als Kathedralen einer technologischen Weltanschauung versprachen sie Unabhängigkeit und unendliches Wachstum. Sie sind Zeugnis ihrer Epoche, Relikte des Fortschritts und Zeichen einer Zeitenwende. Die Tage der Windmühlen sind längst vergangen und nun neigt sich die Dämmerung über die Ära der deutschen Atomkraft. Höchste Zeit also, Atomkraftwerke als das zu zeigen, was sie sind:
Denkmäler des Irrtums – Hoffnung von Gestern – Folklore von Morgen”

www.atomteller.de ->

Matija Erceg mixt Alltagsgegenstände mit Nahrungsmitteln

Der kanadische Künstler Matija Erceg mixt Alltagsgegenstände mit Nahrungsmitteln. Es sind wunderbare Mashups – Designhacks, die, wenn ich es recht verstehe und sehe, Photoshopprodukte sind. In einem Interview mit BeautifulDecay sagte er, er wünsche sich, in Kollaboration mit einem Fooddesigner/Stylisten, seine Kreationen real herstellen zu können. Also meldet Euch bei ihm, wenn ihr so was könnt.

Die belgische Grafikerin Phui Sin arbeitet ähnlich wie Matija Erceg. Alltagsgegenstände werden mit Nahrungsmitteln kombiniert, bzw. aus ihnen hergestellt. Diese Objekte werden mit minimalistischen Grafiken kombiniert.

 

Aufschnitt- und Wurstschmuck

Beim Aufräumen meines Blogs habe ich zwei herrliche Sites wiederentdeckt. Zum einen Aufschnitt.net. Silvia Wald näht seit über 12 Jahren alle Arten von Wurstwaren und erstellt herrliche Produkte, wie z. B. Schinkenkissen, Bacon Schlafmaske, Wursthaarspangen, Herzhandytaschen oder Gehirnlaptoptasche. Eins meiner persönliche Highlights ist das Stillkissen Blutwurst mit Blutwurstringrassel.

Die andere Site ist von der Schmuck- und Objektdesignerin Stephanie Hensle, die Wurst- und Fleischschmuck kreiert. Wurstscheiben als Broschen, Rollbraten als Ohrringe.