Passagen 2026 – Gemüse und Esswerkzeuge

Bei den diesjährigen Passagen gab es in der Pattenhalle wieder eine Ecke mit niederländischen Designer*innen, die sich alle mit Dingen rund ums Essen beschäftigen.

House of Thol hatte ich letztes Jahr schon entdeckt und über einige Produkte geschrieben.

Diese Jahr hatten sie noch zusätzlich ein Quartettspiel dabei, das sich mit der lagerung von Obst und Gemüse beschäftigt und viele Informationen zu Anbau, Wasserverbrauch, etc. bereithält.

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Ausstellung im HfG-Archiv: “al dente – Pasta & Design”

Wo ich schon einmal in Ulm war, war ein Besuch bei der ehemaligen Hochschule für Gestaltung – der legendären HfG – als Designerin natürlich Pflicht. Heute ist hier u. a. das HfG-Archiv/Museum Ulm  untergebracht und dort gibt es eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Hochschule. Viele der Produkte, die dort entstanden sind, sind bis heute Design Ikonen, wie zum Beispiel meine absolute Lieblingsküchenuhr, 1957 von Max Bill und Ernst Moeckl für Junghans entworfen oder das Stapelgeschirr TC 100 von Hans (Nick) Roericht.

Aber auf die Idee gekommen, das HfG-Archiv zu besuchen, bin ich, weil ich irgendwo las, dass dort gerade die Ausstellung “al dente – Pasta & Design” gezeigt wird. Ein Thema für den Kunststrudel!

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Museum Brot und Kunst – don’t call me brotmuseum

Ich weiß nicht mehr, wann ich vom Museum für Brot und Kunst erfuhr, aber ich folge schon eine ganze Weile auf Instagram. Ulm ist von Köln nicht gerade um die Ecke, aber vor ein paar Wochen habe ich den Entschluss gefasst, dort endlich mal hinzufahren. Auslöser war die Sonderausstellung “mindestens haltbar bis” von Honey & Bunny (Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter). Die Arbeit der beiden verfolge ich auch schon einige Jahre – hier und hier – und ich wollte die nun endlich mal auch in der Real sehen und nutze das letzte Wochenende, an dem die Ausstellung zu sehen war.

(Keine Bilder aus der Ausstellung wegen der Unsichtbarkeitsmaschine aka VG Bild Kunst)

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Löffelbord im Freilichtmuseum Kommern

Der Löffel ist sicher das älteste Esswerkzeug, gestaltet nach dem Vorbild einer hohlen Hand.

Schon in der Steinzeit schnitzte man sich Esshilfen aus Holz oder Horn und der Holzlöffel war bis zur industriellen Revolution, als man Metalllöffel kostengünstig in großen Mengen herstellen konnte, der Standard. (Mir persönlich verursacht schon alleine die Vorstellung Gänsehaut, ich kann überhaupt kein Holz in den Mund nehmen, auch nichts von einem hölzernen Kochlöffel ablecken. Brrrr.) Also war der Löffel bis dahin ein relativ wertvoller Besitz.

Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Löffeln in unterschiedlichsten Formen und aus vielerlei Materialien. Auch für die verschiedensten Speisen und Getränke gibt es jeweils passende Löffel: Kaffee, Tee, Eier, Suppe, Eis, Dessert, etc. Ich habe mal meine Löffel gezählt, ich besitze sage und schreibe gut 110 Stück.

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Süßkram – eine Kulturgeschichte der süßen Speisen

Schokolade, Bonbons, Lutscher, Pudding, Torten – man kann es sich kaum vorstellen, dass Süßigkeiten nicht immer schon permanent zur Verfügung standen. Als ich von der Ausstellung hörte stutzte ich auch kurz: Moment, kein Zucker, wie süßt man denn da?

Eine Ausstellung im Clemens-Sels Museum Neuss zeigt vom 28.7.-13.10.2019 die Geschichte gesüßter Speisen von den Römern bis zur Gegenwart, vom Luxusartikel zur Massenware.

Römischer Doppelhenkeltopf, vermutlich wurde in ihm Honig aufbewahrt

Bevor der Zucker in unsere Gefilde kam, hatte man nämlich nur die Möglichkeit mit Obst und Honig zu süßen. Honig hat man schon in der Steinzeit gesammelt, und in der Jungsteinzeit hat man schon Bienenvölker kultiviert.
Bevor die Römer ins Rheinland kamen gab es hier nur Wildobst, also wilde Beeren, Brombeeren, Himbeeren oder Holzäpfel, die ungekocht nicht genießbar waren.
Die Römer haben vor ca. 2000 Jahren den Obstanbau ins Rheinland gebracht, Früchte, wie Pflaumen, Trauben, Äpfel, Kirschen. Obst wurde zu Gelees eingekocht, die man zum Süßen verwendete. Das waren die Möglichkeiten zum süßen!

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Arpad Dobriban – Wartesystem 7

Die Pardo Bar - vorher/nachher

Die Pardo Bar – vorher/nachher

Auf Arpad Dobriban wurde ich zum ersten Mal aufmerksam, als mir 2014 dieses Video vor die Füße fiel. Viele Dinge, die Arpad Dobriban da anspricht fand ich hochinteressant, konnte es aber erstmal nicht verwerten und legte es beiseite.

Vor ein paar Monaten erfuhr ich, dass er in der Kunstsammlung NRW/K21 Ständehaus eine Art Ausstellung hat. Tatsächlich bespielt er dort seit September 2016 das Museumsrestaurant – die Pardo Bar. Zusätzlich gibt es an vier Terminen eine kommentierte Speisefolge. Als ich mich dann anmelden wollte, waren alle Termine schon ausgebucht, durch einen glücklichen Zufall ergatterte ich noch einen Platz über die Warteliste.

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Notes on Creativity – Ferran Adrià

Ferran Adrià - Notes on Creativity

Ferran Adrià ist der Koch  mit dem Bleistift und Notizbuch. (Sein liebstes Werkzeug, nach eigener Aussage) Statt Rezepte aufzuschreiben, zeichnet und scribbelt er sie. Er skizzierte ein Gericht, bevor er überhaupt weiß, was die einzelnen Bestandteile sein sollten.

Adrià erklärt, dass er mehr ein theoretischer, als ein praktischer Koch sei und dass ihm das Zeichnen ein Vokabular für die Küche zur Verfügung stellt, dass kochen seine Sprache ist.

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Brutal schön – auch beim Essen

Brutal schön – da kann das Thema Essen nicht aussen vor bleiben. Die Arbeiten von Ron From zeigen schon auf wunderbare Weise, wie man mit Nahrungsmitteln brutale Umstände subtil be- und verarbeiten kann.

Es gab noch zwei weitere Arbeiten zum Thema Ernährung und Design, bei denen es beide um Hühner geht.

Der niederländische Designer Dave Hakkens ist mit mehreren Arbeiten in der Ausstellung vertreten. Unter anderem hat er eine Videoplattform ins Leben gerufen, die den programmatischen Namen Story Hopper hat und auf der Geschichten und Ideen geteilt werden können, die die Welt ein bisschen besser machen. Eine Geschichte handelt vom Huhn Frieda. Frieda wurde aus einer Massentierhaltung gerettet und hat bei den Hakkens ein neues Zuhause gefunden. Frieda entwickelte sich zu einem propperen gesunden Huhn, mit viel Selbstbewusstsein, denn eines Tages verschwand sie und alle hoffen, dass sie ihre ultimative Freiheit gefunden hat.

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Eat Art bei „brutal schön“: Ron From

Ich werde habe bei Vogelsfutter noch ausführlich über die Ausstellung brutal schön im Marta Herford berichtet. Vorab aber schon mal ein Blick auf auf die Eat Art Arbeiten, insbesonder die Israeli Goods“ von Ron From, die mich ganz besonders beeindruckt haben.

Israeli Goods - Ron From

Foto: © Ron From

Israeli Goods sind Schokoladen und Pralinen in edler, aufwendiger Verpackung, naturweiß, mit Leinenoptik und Golddruck. Die häbräischen Zeichen bedeuten “ The Goods from the Land“. Ron hat es mit Israeli Goods übersetzt.

Greater Israel ist eine Tafel Schokolade, mit den Grenzen und einer groben Topografie Israels. Die Beschreibung lautet:
Der Staat Israel befindet sich im mittleren Osten, der sich auf dem Kontinent Asien befindet. Die Grenzen sind: im Westen das Mittelmeer und der Gazastreifen, im Norden der Libann, im Nordosten Syrien, im Osten Jordanien und im Süden Ägypten und das rote Meer. 1967 vergrößerte sich das israelische Territorium um die Golanhöhen, die Westbank und den Gazastreifen. Inzwischen  beanspruchen die Palästinenser die Gebiete der Westbank und des Gazastreifens als eigene Staatsgebiete.
Die Schokolade enthält zerbröselte Waffeln für die spröde Brüchigkeit.

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